Der Zentralfriedhof

Station 1: Eingang beim 3. Tor

„Friedhöfe sind auch Orte kollektiven Gedenkens. Und so erinnern sie an schreckliche Epochen der Geschichte wie Kriege, Bürgerkriege und Katastrophen.“

Der Wiener Zentralfriedhof wurde 1874 zu Allerheiligen eröffnet und ist heute mit einer Fläche von 240 ha eine der größten und kulturhistorisch bedeutendsten Begräbnisstätten Europas. Mitten in einer riesigen Parkanlage, die wegen ihrer Größe von einem Bus erschlossen ist, liegen etwa 600.000 Gräber und Gedenkstätten.


Der Zentralfriedhof ist ein interkonfessioneller Friedhof mit z.B. einer katholischen, einer evangelischen, einer jüdischen, usw…

Mit dem Sarg in die Versenkung

Im Mittelpunkt ihres Projekts stand eine zentrale Bestattungshalle, die sowohl die Aufbahrung als auch die notwendige technische Infrastruktur kombiniert. Mehr dazu im ORF

Die Jüdische Gemeinde am Zentralfriedhof

Im Zuge der Stadterweiterung im 19. Jahrhundert wurden der jüdischen Gemeinde 260.000 m2 am neuen Zentralfriedhof als Begräbnisstätte überlassen. Insgesamt wurden hier bis 1916 fast 80.000 Mitglieder der jüdischen Gemeinde bestattet. Von den 60.000 Gräber wurden fast 3.000 durch fehlgeleitete amerikanische Fliegerbomben zerstört, an deren Wiedererrichtung seit Jahren gearbeitet wird. Der Verein Schalom hat hier 1991 seine Tätigkeit aufgenommen und in vergangenen Jahren mit freiwilligen Helfern etwa 20.000 Grabinschriften erneuert und etwa 3.000 Gräber total renoviert.

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