Gedenkstätte der Sozialdemokratie – Friedrich Adler

Er war ein konsequenten Kriegsgegner, der vor der Tötung des Ministerpräsidenten Karl Graf Stürgkh nicht zurückschreckt und dafür zu 18 Jahre Zuchthaus verurteilt wurde. Nach dem Krieg wurde er bereits im Nov. 1918 entlassen.
Er wurde zum Vorsitzenden des Arbeiterrates gewählt. Als 1923 die Sozialistische Arbeiter-Internationale wiedergegründet wurde er einstimmig zum Sekretär dieser Organisation gewählt. Er übte diese Funktion bis zu seiner Flucht nach Amerika vor den Nazis aus.

Sich einer ungerechten Herrschaft zu widersetzen ist kein Aufstand, obwohl eine solche Handlungsweise gewöhnlich gegen das Gesetz ist.

Friedrich Adler beim Schlussplädoyer seines Gerichtsverfahren 1916. (1)

 Der Lebenslauf Von Friedrich Adler auf Wikipedia

  • Studium, Lehre und erste Kriegsjahre (1897–1916)
  • Attentat und Folgen (1916–1918)
  • Volksheld und die Revolutionsoption (1918–1919)
  • Internationalist (1920–1940)
  • Informeller Führer des Sozialdemokratischen Exils (1938–1945)
  • Im Abseits (1944–1960)

 Ein paar Ereignisse extra dargestellt

Sein Kampf gegen der Ersten Weltkrieg:
Er kehrte 1911 nach Wien zurück, wo er neben Otto Bauer als einer der vier Parteisekretäre der SDAP vor allem als Redakteur der programmatischen Monatsschrift „Der Kampf“ arbeitete. Er vertrat dort einen prononciert internationalistischen und pazifistischen Kurs, für den er zunächst kaum Mitstreiter fand. Um so größere Hoffnungen setzte er auf die im Jahr 1889 konstituierte Zweite Internationale, die sich angesichts der Spannungen auf dem Balkan strikt gegen die kriegerische Austragung von Konflikten und für einen Widerstand gegen jede Kriegspolitik des entsprechenden Landes ausgesprochen und entsprechende Resolutionen gefasst hatte.

Eine kleine Gruppe innerhalb der Partei versucht Widerstand gegen den Krieg  aufzubauen: Friedrich Adler, Max Adler, Robert Danneberg, Therese Schlesinger, Gabriele Prost.

Das Attentat auf Stürgkh:
Am 21. Oktober 1916 erschoss Friedrich Adler den österreichischen Ministerpräsidenten Karl Stürgkh im Speisesaal des Wiener Hotels Meissl & Schadn.

Abgeordneter im österr. Nationalrat:
1918/19 war Friedrich Adler Mitglied der Konstituierenden Nationalversammlung, von 1920 bis 1923 Abgeordneter zum Nationalrat. (3)

1925: Er wird Generalsekretär der Sozialistischen Internationale mit Sitz in Zürich

Nach dem Februar 1934:
Nach der Machtergreifung der Austrofaschisten in Österreich und der Errichtung der Nazidiktatur in Deutschland leistete Adler für die SDAP-Nachfolgeorganisation Revolutionäre Sozialisten und für die ExilsozialistInnen massive finanzielle, logistische und organisatorische Hilfe. Nach der Liquidierung des SAI – Büros in Brüssel und der Rettung wertvoller Archivbestände emigrierte das Ehepaar Adler in die USA. Dort leitete er das „Labour Aid Project“ für Europa und fungierte als Vorsitzender des „Austrian Labour Commitees“. (2)

——————————————————————–

Fotozusammenfassung FacebookUnsere neue Ausstellung im Bibliotheksfoyer der AK-Bibliothek – Wien
PHYSIKER, POLITIKER, ATTENTÄTER, MITBEGRÜNDER DER AK BIBLIOTHEK – FRIEDRICH ADLER ZUM 55. TODESTAG

Friedrich Adler, in Wien am 9. Juli 1879 geboren als Sohn von Emma und Victor Adler, dem Gründer der österreichischen Sozialdemokratischen Partei, schien zunächst eine glänzende Karriere als Physiker bevorzustehen. 1909 zog er jedoch seine aussichtsreiche Bewerbung für eine Professur an der Universität Zürich zu Gunsten seines Freundes Albert Einstein zurück, um sich von nun an ganz der politischen Arbeit zu widmen…

Ausstellung in der AK Bibliothek

——————————————————————–

Inhaltsverzeichnis

(1) Friedrich Adler vor dem Ausnahmegericht, verlegt bei Paul Cassirer Berlin, 1919, Seite 197.
(2) http://www.sjoe.at/content/oest/themen/theorie/article/249.html
(3) http://www.dasrotewien.at/adler-friedrich.html

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

+ 89 = 98