Über Werner Drizhal

Den Lehrberuf „Elektromechaniker für Starkstrom“ in der AMAG-Ranshofen erlernt. Als Jugendvertrauensratsvorsitzenden zum ÖGB-Oberösterreich als Jugendsekretär gewechselt. Nach Absolvierung der Sozialakademie als ÖGB-Bezirkssekretär für Linz-Land gearbeitet. 1996 bis 1999 Mitglied eines OE-Teams der ÖGB-Zentrale, wo ich mich mit Organisationsentwicklung der ÖGB-Bezirkssekretariate und Mitwirkungsfragen von FunktionärInnen in der Gremienarbeit beschäftigte.
1999 in die ÖGB-Zentrale als Personalentwickler gewechselt. Hauptverantwortlich für die Einführung von MitarbeiterInnengesprächen im ÖGB. Umsetzung von professionellen Personalinstrumenten in der ÖGB-Zentrale. Ausbildung in systemischen Coaching und Erlebnispädagogik absolviert.
2007 Wechsel in die Bildungsabteilung der GPA-djp. Zur Zeit Leiter des Geschäftsbereichs Bildung – Gewerkschafts- und Personalentwicklung in der GPA-djp.

Greueltaten im Berliner Polizeipräsidium während der Nazizeit

Auf diesem Gelände stand bis zu seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg das Polizeipräsidium, Ort der Unterdrückung und Verfolgung der revolutionären Arbeiterbewegung. In den Januarkämpfen 1919 besetzten es Berliner ArbeiterInnen.
In der Zeit des Faschismus wurden hier Tausende deutsche und ausländische Antifaschisten eingekerkert, mißhandelt und viele ermordet.

Sie starben für uns!

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Johann Böhm

Johann Böhm, der erste Präsident des ÖGB, war ein überzeugter Verfechter der Geschlossenheit der Gewerkschafts-bewegung.

Johann Böhm bei seinem 65. Geburtstag:

„Ich möchte in Ihrer Mitte der bescheidene Diener des großen Gewerkschaftsbundes bleiben, wohl wissend, dass jedes Menschen Kraft unzulänglich ist. Den ÖGB hat kein einzelner gemacht. Wenn er das geworden ist, was er heute darstellt, so ist er es geworden aus der Zusammenarbeit der vielen Tausenden von Vertrauensmännern, die unablässig werben für ihn und an seinem Aufbau arbeiten.“

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Gruppe 40 – „Opfertheorie“ verschwindet nicht

Der Historiker Oliver Rathkolb zählt im Standard im Rahmen des Artikel „43% wünschen sich einen starken Mann“ unter anderem die Versäumnisse der Schule im Geschichtsunterricht auf.

STANDARD: Aber sehr viele wollen lieber einen Schlussstrich unter das Thema ziehen.

Rathkolb: Positiv ist, dass dieser Wert im Vergleich zum Jahr 2007 gesunken ist. Damals gab es eine wesentlich höhere Zustimmungsrate zur Schlussstrichdebatte. Jetzt sind es aber immer noch 40 Prozent. Auch wenn die Zahl sinkt: Jeder Vierte glaubt noch daran, dass Österreich das erste Opfer des Nationalsozialismus war. Es gehört einfach besser erklärt, dass es nicht darum geht, die alten Römer auf neu zu unterrichten, sondern dass diese furchtbare Erfahrung mit einer totalitären Diktatur in Europa die Basis für ein funktionierendes, demokratisches Systembewusstsein in der Gegenwart und Zukunft ist.

Barbara Prammer

„Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden – Neue Antworten auf alte Fragen“

Dieser Titel ihres Buches lädt die Leserinnen ein sich mit ihr gemeinsam auf die Suche nach  Antworten auf alte, immer gültige Fragen zu machen. Allen voran jene, wie Gerechtigkeit in der Gesellschaft hergestellt werden kann. Woran sich politisches Handeln orientieren muss, um bei Bürgerinnen und Bürgern auf Vertrauen zu stoßen. Warum Solidarität nicht aus der Mode ist. Wie Begeisterung für Demokratie geweckt werden kann. Der politische Weg der „Bergmannstochter“ in Oberösterreich führte sie bis an die Spitze des Staates, wo sie als Präsidentin des Nationalrates sehr für die Öffnung des Parlaments kämpfte. Die Demokratiewerkstatt ihr Lieblingsprojekt gilt als ein Vorzeigeprojekt wie man Jugendlichen Demokratie näher bringen kann.

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Mahnmal in Fischamend

Mahnmal gegen Faschismus, Extremismus, Gewalt, Terror und Krieg.
Wehret den Anfängen

Die Stadtgemeinde Fischamend hat auf  Antrag von Gemeinderat Roland Schuh (KPÖ) diese Mahnmal gestiftet.
Es wurde am 20. September 2000 aufgestellt und am 21. April 2001 im Rahmen einer Festveranstal- tung des Gemeinderates und mit einer Ansprache von Bürgermeister Franz Bayer gewürdigt. Gestaltet haben diesen Gedenkstein Dimitri Verdianu, Stefan Potengowski.(1)

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Pinkasynagoge und Jüdisches Museum in Prag

Am 8. Dezember 2016 besuchten wir das Jüdische Viertel in Prag. Neben den vielen restaurierten Synagogen besuchten wir das Jüdische Museum in der Pinkasynagoge. Sehr berührend und gleichzeitig sehr nachdenklich stimmten uns die Wandinschriften, wo die Namen der 80.000 jüdischen Opfer, die durch die Faschisten ermordet wurden, zur Erinnerung abgebildet sind.
Von den 10.000 Kindern in Theresienstadt gibt es 4000 Zeichnungen, die das Museum verwaltet. Im ersten Stock der Synagoge gibt es eine themenbezogene Dauerausstellung dieser Kinderzeichnungen. Die Österreicherin Friedl Dicker-Brandeis organisierte für diese Kinder Zeichenkurse, um ihnen etwas Hoffnung in ihrer Situation zu vermitteln.

Gruppe 40 – „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“

Lisl Rizy und Willi Weinert haben als HerausgeberInnen die umfangreiche Korrespondenz österreichischer WiderstandskämpferInnen in vier Bänden unter dem Titel „Mein Kopf wird euch nicht retten“ veröffentlicht. In dieser umfangreichen Sammlung werden Schicksale vieler politisch aktiver Menschen, die grausam durch die Gestapo ermordet wurden, und die ihre letzte Ruhestätte in der Gruppe 40 fanden, uns zur Verfügung gestellt.
Ludwig Höfernig, ein Eisenbahner, der in der Gruppe 40 nach seiner Hinrichtung beerdigt wurde, schreibt im Abschiedsbrief an seine Frau:

Jetzt ist Mitternacht vorüber und ich schreibe und denke an euch, meine Lieben. Einige Stunden noch und wir haben es überstanden. Meine letzten Gedanken gelten euch, meine Lieben. Die Zeit heilt alle Wunden, Liebste, und werde glücklich, wie du es verdient hast, für dein tapferes Ausharren. Ich danke dir für alle Liebe und Arbeit, die du für mich getan hast. Wenn es recht schwer ums Herz ist, nimm die Harmonika und spiel ein Lied und denke, ich sitze neben dir.

Jüdische Vertreibung in Wels 1938 – Familie Neubauer

Wohn- und Geschäftshaus der Familie Neubauer in Wels

Im Haus Ringstrasse 8 führte die jüdische Familie Neubauer ein Textilgeschäft. Sie wohnt auch im Haus. Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 wurde die Familie aus Wels vertriben. Geschäft und Haus wurden arisiert. Samuel Neubauer (geb. 1871) und seine Frau Sophie (geb. 1875) mussten nach Wien ziehen. 1940 starb Samuel Neubauer eines natürlichen Todes, 1941 Sophie Neubauer. Dadurch entgingen sie der Deportation und Ermordung. Ihr Sohn Leopold Neubauer (später Newbower 1902 – 1980) konnte mit seiner Frau Gerda (geb. 1910) in die USA flüchten.

Dieses „Citymark“ (WelssetztZeichen) entdeckten wir bei einem Spaziergang mit guten FreundInnen in Wels. Herzlichen Dank an Franz, der mir das Zeichen zeigte. Weiterlesen

Saarbrücken – Willi Graf und die Weiße Rose

Zerreist den Mantel der Gleichgültigkeit, den ihr um euer Herz gelegt. Entscheidet euch, eh es zu spät ist.

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Gedenktafel am Saarufer in Saarbrücken

So ein Flugblatt des Widerstandskreises „Weiße Rose“ dem Willi Graf angehörte. Dafür ließ ihn die NS-Unrechtsjustiz am 12. Oktober 1943 hinrichten. Graf, geb. am 2.1.1913 lebte von 1922 bis 1937 in Saarbrücken. 1946 wurden seine Gebeine nach Saarbrücken überführt una am 4. November auf dem alten Friedhof St. Johann beigesetzt.  Weiterlesen