Josef Scheu

Josef Scheu - GrabinschriftBereits bei einem Spaziergang 2011 entdeckten wir die Ruhestätte von Josef Scheu – in der Gruppe 64, Reihe 2, Nr 18. Er starb im 64. Lebensjahr am 12.10.1904 und wurde hier im Zentralfriedhof begraben.
1868 gründete Josef Scheu auch eine Liedertafel im Arbeiterbildungsverein Gumpendorf, aus der 1878 der von ihm geleitete Arbeiter-Sängerbund Wien hervorging. (1) Berühmt wurde er jedoch mit dem Lied der Arbeit, das er nach einem Text von Josef Zapf komponierte und das am  29. August 1868 bei einer Arbeiterversammlung beim Zobel in Fünfhaus zum ersten Mal aufgeführt wurde.

 

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Schachtgräber Gruppe 40 – Johanna Cupal

Gedenkstunden für die Opfer des NS-Regimes
Kurier, 11. März 2015

Johanna CupalAm Beispiel von Johanna Cupal, die als junge Mutter ein Woche nach der Geburt ihres Kindes von österr. Nazi-Schergen mit dem Fallbeil ermordet wurde. Sie, ihr Bruder und ihre Mutter sind brutalste Beispiele für die Demütigung von Menschen durch das faschistische Regime. Acht Tage nach der Entbindung am 17. September 1943 wurde das Kind, ein Mädchen, an eine Schwester Cupals übergeben.
Gegen die Überlassung der Leichen an die Angehörigen äußerte die Gestapo Bedenken, „da die Möglichkeit besteht, dass die Bestattung und das Grab der Hingerichteten von
Mitgliedern tschechisch-oppositioneller Kreise propagandistisch ausgewertet
werden könnte“. (1)

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Ein paar Gedanken zur Gruppe 40

Anläßlich eines Artikels in der Zeit mit dem Titel „Deutschstunde – die Wehrmachtsausstellung und ihre historische Bedeutung“ wurden Helmut Schmidt, der Ausstellungsmacher Hannes Heer und der Historiker Habbo Knoch interviewt.

Helmut SchmidtViele Österreicher waren als Soldaten in der Wehrmacht von 1941 bis 1944 im Osten bei Greueltaten mit dabei. Die Ausstellung zeigte auf, dass die drei großen Verbrechen-komplexe der Nazizeit – Diktatur, der Krieg und der Völkermord sich nicht voneinander trennen lassen. Helmut Schmidt fand für mich die richtigen Worte, die ich an die Gruppen, die mit mir diese Gedenkstätte besuchen, gerne weitergebe:

Wir heutigen ÖsterreicherInnen sind als Personen nicht schuldig, aber wir haben die politische Erbschaft der Schuldigen zu tragen. Hierin liegt unsere Verantwortung. Und daraus ergibt sich, die Zukunft nicht dem Zufall zu überlassen, sondern sie mit Mut und Umsicht zu gestalten.

Denkmal zu Ehren der jüdischen Soldaten aus dem ersten Weltkrieg

Gedenkstätte Jüd. Soldaten des 1-kleinZentralfriedhof, Tor 11
Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) Wien plante bereits 1919 die Errichtung eines Heldendenkmals für die gefallenen jüdischen Soldaten Wiens, das auf der neuangelegten Grabstätte 76B aufgestellt wurde. (1) Die Jury traf am 8. November 1926 unter der Leitung von Clemens Holzmeister ihre Entscheidung; das Jüdische Kriegerdenkmal (ein noch heute progressiver Bau, der sich von üblichen Kriegerdenkmälern in seiner Konzeption wesentlich unterscheidet) wurde 1927/1928 nach Plänen von Leopold Ponzen erbaut, der einen achteckigen Wehrturm mit Zinnen entworfen hatte; auf sieben Marmortafeln sind die Namen der Gefallenen festgehalten.

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Paula Schein

Gedentafel - Paula ScheinGeboren am 2.2.1876 in Ödenburg
Wohnort: 1110 Wien, Rinnböckstraße 21/2/7 – letzter bekannter Wohnort: 1020 Wien, Pazmanitengasse 3/4
Am 22.7.1942 von Wien nach Theresienstadt deportiert.
Am 15.5.1944 von Theresienstadt nach Auschwitz überstellt.
Sie hat das KZ nicht überlebt.
Wir entdeckten die Gedenktafel bei einem Spaziergang am Weltfrauentag, den 8.3.2015.

Gedenkstätte der Sozialdemokratie – Karl Seitz

s517693aDas „rote“ Wien

Unter Bürgermeister Karl Seitz, dem so hervorragende Mitstreiter wie Hugo Breitner, Julius Tandler, Otto Glöckel und Robert Danneberg zur Seite standen, vollzog sich von 1923 bis 1933 in Wien jenes beispielhafte Aufbauwerk, das die Bewunderung der ganzen Welt erregte. (3)

Bis heute ist Wien die einzige Millionenstadt der Welt, wo die Sozialdemokratie die stärkste politische Kraft ist und mit Ausnahme der Kriegs- und Faschismuszeiten seit der Republiksgründung den Bürgermeister stellt.

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Gruppe 40 – Gedenken an Auschwitz

AuschwitzIn der Gruppe 40 gibt es eine Gedenktafel, die an die Opfer im Konzentrationslager Auschwitz und dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau erinnert. Hier wurden Juden, Roma, Sinti, Homosexuelle, polnische und sowjetische Kriegsgefangene und politisch Andersdenkende systematisch ermordet. Mehr als 1 Million Menschen wurden hier von den Nazischergen, die auch aus Österreich kamen, vernichtet.

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Russisches Denkmal in Botn

Russisches Denkmal Botn-kleinAbseits der Jugoslawischen Denkmäler steht ein Gedenkstein zu Ehren der russischen Kriegsgefangenen. (Position N67°05’38.00″, E15°28’29.38″)

Wieviele Rotarmisten sind in den Lagern  außerhalb Deutschlands registriert worden sind; es betrifft Skandinavien, das Generalgouvernement und die besetzten Ostgebiete. Bei den beiden Letzteren kommen Doppelregistrierungen relativ häufig vor; feste Nummern scheinen häufiger erst in dem Moment vergeben worden zu sein, in dem ein Abtransport zum Arbeitseinsatz im Deutschen Reich bevorstand. Insofern scheint es angebracht, die hier ermittelten Zahlen zu reduzieren; uns schienen 25 % angebracht zu sein. Damit ergibt sich der Zahlenstand, den die folgende Übersicht wiedergibt:(1)

Statistik sowjetische Gefangene

 

 

 

 

Quellennachweis

(1) Sowjetische Kriegsgefangene in deutschem Gewahrsam – Reinhard Otto
Herausgeberin: Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz – Homepage: www.politische-bildung-rlp.de  – ISBN 978-3-89289-025-6
LpB_-_Kriegsgefangenenlager_1939-1950_-_Dokumentation_Nr.9

 

Wiener Gedenkmarsch am Zentralfriedhof

Traditionell findet am 1. November der Gedenkmarsch des Bundes Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen statt. Auch heuer schlossen sich wieder die Wiener SPÖ, die Wiener SPÖ-Bildung und die Sozialistische Jugend an. In ihrer Zeitschrift heisst es

Einen weiteren Höhepunkt bildete die Rede des ehemaligen State Senators und Abgeordneten des Staates New York Franz Sigmund Leichter bei der Kranzniederlegung der Wiener SPÖ-Bildung im Urnenhain am Grab von Käthe Leichter. Der in den USA lebende Franz Leichter wurde am 19. August 1930 als zweiter Sohn Käthe Leichters geboren. Bei seiner Flucht vor den Nazis immigrierte er 1940 in die USA.

Der ganz Artikel zum Downloaden: Wiener Gedenkmarsch am Zentralfriedhof

Hollandsche Schouwburg

Schouburg - blog

Foto: Werner Drizhal

Von einem netten Herren bekamen wir am Neujahrstag die Gedenk-stätte erklärt. Er zog einen Bogen von der Einrichtung als Sammel-stelle für Juden in Holland durch die Nazis bis zu den Deportationen und den heutigen Denkmälern und Museumseinrichtungen im Haus. Herzlichen Dank dafür!

 

 

 

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