Südostwall bei Schützen am Gebirge

gedenkstaette-schuetzen-01Ende Juli 1944 befahl Adolf Hitler den Bau von Befestigungsbauten, Reichsschutzstellung oder Südostwall genannt, entlang der Reichsgrenze im Osten, um das Deutsche Reich vor der Sowjetarmee zu sichern. Unter brutalster Unterdrückung, Arbeitsleid und Hunger mussten Menschen sich dabei zu Tode arbeiten.

Der Ostwall führte auf Schützener Gebiet in einem Zickzackverlauf von den Hängen des Leithagebirges (Tiergarten) durch die Rieden Kreutmais, Iseläcker und Straßäcker bis vor das Dorf, querte beim heutigen Haus Eisenstädter Straße 92 die Straße und verlief, am Bahnhof vorbei, über den Eisbach und die Wulka. Weiter wurde der Panzergraben wegen der rasch näher rückenden Front nicht gebaut. Zum Bau des Ostwalls wurden vor sllem Zwangs- und Strafarbeiter sowie KZ-Insassen und vor allem auch Juden, die aus Ungarn abtransportiert wurden, eingesetzt. Im Schnitt schanzten 520 Personen pro Kilometer.

Inschrift auf einer Tafel beim sogenannten Panzergraben.

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Der Kreuzstadl in Rechnitz

Nur das Erinnerte, nicht das Vergessene, lässt und lernen.
Wir alle gestalten Geschichte, die Geschichte formt uns.
Suchen wir Antwort auf Geschehenes, tragen wir die Verantwortung für die Zukunft.

1938 lebten noch 125 JüdInnen und Juden in Rechnitz. Sie alle wurden von den gedenkstaette-kreuzstadl-01-kleinNationalsozialisten vertrieben und deportiert. Die meisten von ihnen wurden ermordet.
Unzählige Massaker und Verbrechen an ungarischen JüdInnen wurden 1944/45 auf dem Gebiet des heutigen Niederösterreich und des Burgenlands sowie in Ungarn und der Slowakei beim Bau des sogenannten „Südostwalls“, und bei den Todesmärschen Richtung Mauthausen verübt (1). Dieser Artikel setzt sich mit der Geschichte der Gedenkstätte in Rechnitz auseinander.

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Blutwegmuseum

Baracke-kleinIn einer ehemaligen Lagerbaracke der deutschen Wehrmacht wird das Schicksal der Kriegsgefangenen in Saltdal unter der deutschen Okkupation in den Jahren 1942-1945 geschildert. Zehntausende osteuropäische Kriegsgefangene wurden gen Norden verschleppt, um sie im Bahn- und Straßenbau einzusetzen. Sie litten unter unmenschlichen Verhältnissen. Viele kehrten niemals heim. Die Ausstellung schildert uns Leben und Leiden dieser Menschen sehr eindrücklich. mehr….

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Kriegsgefangenenfriedhof Frauenkirchen

Soldatenfriedhof 02Der Kriegsgefangenenfriedhof in Frauenkirchen im Burgenland beinhaltet Gräber von Kriegsgefangenen des Ersten Weltkrieges. Die Kriegsgefangenen stammten vorwiegend aus Serbien, Russland und Italien.
Die Baracken und Restimmobilien wurden 1919 zum Kauf angeboten, sodass vom ehemaligen Kriegsgefangenenlager innerhalb kürzester Zeit nur der Friedhof übrig blieb. Auf diesem wurden zwischen 4.500 und 6.000 Personen in Einzelgräbern und 14 Schachtgräbern, die aus der Typhusepidemiezeit stammen, beerdigt. Mit der Pflege und Instandhaltung des Friedhofes wurde das „Schwarze Kreuz“ betraut. Die markanten Elemente des Friedhofes sind heute die italienische Kapelle, die bereits während des Bestehens des Lagers von italienischen Gefangenen erbaut wurde, und das rund 2,5 m hohe steinerne „Serbenkreuz“. Weiterlesen

Gruppe 40 – Ella Lingens

Ella LingensFoto03An einem Sonntag im März kam ich in Stammersdorf beim Geocaching an der Ella Lingens – Schule vorbei. In der Beschreibung erklärte „Anton283“ die Geschichte dieser beeindruckenden Ärztin, die unter Lebensgefahr mit ihrem Mann jüdischen Familien zur Unterstand gewährte und zur Flucht aus Nazi – Österreich verhalf. Sie wurde am 10. Jänner 2003 auf dem Wiener Zentralfriedhof in einem ehrenhalber gewidmeten Grab (Gruppe 40, Nummer 90) beigesetzt. Weiterlesen

Februar 1934 – Geschnitzt aus Widerstand

Fatzinack„Als die Nacht begann“: Ein Comic über den Februar 1934

Zum Jahrestag des Februaraufstands 1934 wird das Linolschnitt-Comic „Als die Nacht begann“ von Thomas Fatzinek neu aufgelegt. Davor hat kein Verlag die antifaschistischen Bildgeschichten des Wiener Künstlers gedruckt.

Im Standard schildert Karin Krichmayr die Geschichte von Thomas Fatzinek, der den Februar 1934 in einem Comic verarbeiten wollte. Nun hat der linke Wiener Kleinverlag Bahoe Books „Als die Nacht begann“ anlässlich des – wenn auch unrunden – Jahrestags der Februarkämpfe neu aufgelegt. Und damit ein kleines Juwel aus der Versenkung geholt.

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Eine Topografie der Erinnerung

Walter Manoschek und Peter Pirker leiten das  Projekt Politics of Remembrance (POREM). In diesem Projekt untersuchen sie die Politik der Erinnerung an die politische Gewalt von Austrofaschismus und Nationalsozialismus, wie sie in Wien zwischen 1995 und 2015 an öffentlichen Orten sichtbar geworden ist.  Im Standard sagt Peter Pirker

Wir analysieren die Erinnerungszeichen ja nicht als Artefakte, sondern verstehen sie als Materialisierung von sozialen Prozessen.

Das Projektteam erstellt auch Landkarten, die sichtbar machen, wo in der Stadt im Laufe der Jahre welcher Opfergruppe gedacht wurde.

Friedrich Hillegeist

UnbenanntAm 30. April 1945 konstituierte sich der Vorstand der Gewerkschaft der Angestellten der Privatwirtschaft (GAP). Erster Vorsitzender wurde Friedrich Hillegeist. Damit war der Grundstein für die heutige GPA gelegt, die diese Bezeichnung seit dem Jahr 1962 führt. Dr. Günther Steiner zu seiner Rolle in der Sozialversicherung dessen Präsident er von 1959 bis 1962 war.

„Er war in vielem ein Vordenker und Vorkämpfer der österreichischen Sozialversicherung, unbequem und pragmatisch, der sich mit Beharrlichkeit und der Kraft der Argumente gegen viele Widerstände durchsetzte. In der Fachwelt besteht heute kein Zweifel über die Bedeutung Friedrich Hillegeists für die österreichische Sozialversicherung.“

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Außenlager Saurerwerke des KZ Mauthausen in Wien

An dieser Stelle befand sich ein Nebenlager
des KZ Mauthausen.
Bis zu 1480 Häftlinge mußten hier Zwangsarbeit leisten.
1944–1945

Gedenkstein Saurerwerke - Wien - kleinAn der Ecke Oriongasse mit Haidestraße, befindet sich ein Gedenkstein für die Opfer und Gefangenen des Außenlagers Saurerwerke (aka Wien-West) des KZ Mauthausen. In groben Zügen befand sich das Lager auf dem Gelände der heutigen Firma LGV Frischgemüse Wien reg.Gen.m.b.H.

In der Zeit vom 21.8.1944 bis zum 2.4.1945, wurde von den Internierten dieses Männerlagers mit einer Belegstärke von bis zu 1.480 Menschen, Zwangsarbeit für die Motorenproduktion der Firma Saurer geleistet. Am 2.4.1945 wurde das Lager, mittels wochenlangen, für viele der Internierten tödlichen Fußmärschen, in das Außenlager Steyr evakuiert. (1)

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Jüdischer Friedhof in Ybbs

Während einer Radtour sind wir im April 2015 auf den Jüdischen Friedhof in der Nähe von Ybbs gestossen.

Die „Cultusgemeinde Ybbs“ kaufte 1889 ein Grundstück in Ybbs an der Donau, Göttsbach, gründete zum 1. Jänner 1892, entsprechend dem Israelitengesetz von 1890, die Israelitische Kultusgemeinde Ybbs, und errichtete 1894 den Jüdischen Friedhof Ybbs, mit Friedhofsmauer und Zeremonienhalle.

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